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Misdroy, auch die "Perle der Ostsee" genannt
(seit
1945 zu PL) hat nicht nur einen schönen Sandstrand
und eine lange Promenade mit
historischen Villen aus der Gründerzeit und einigen neuen
Häusern, sonder auch eine herrliche Umgebung. Der Ort ist von Höhenzügen in
Richtung Osten und Südosten umschlossen. Die Steilküste (Kaffeeberg) erreicht
beim "Gosanberg" eine Höhe von 95 m, herrlicher Buchenwald umgibt den Ort, es
gibt ein Wisentgehege und der sagenumwobene Jordansee ist ein wahres Kleinod.
Leider ist er im Hochsommer für Besucher nicht zugänglich. Er ist mit einem Zaun
umgeben und gehört zu einem exklusiven Erholungsheim. Foto: Blick durch die Seebrücke in
Richtung NO |
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Der Eingang der Seebrücke |
Auf der Promenade |
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Fischerboote am Strand von
Misdroy |
Die Seebrücke als Landungssteg |
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Der Strand im
Winter 2010 |
Am Strand von Misdroy |
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Der Kaffeeberg bei Misdroy |
Drei "Nixen" aus Misdroy |
Geschichte:
Misdroy, dessen Geschichte sich bis ins 13.Jahrundert verfolgen lässt, ist das
größte Seebad der Insel Wollin. Daneben gab es die kleineren Seebäder wie
Ostswine-Osternothafen, das Ostseebad Neuendorf, das Ostseebad West-Dievenow
(eines der Seebäder um die Dievenowmündung) und das Ostsee- und Solbad
Heidebrink.
1554 wurde Misdroy urkundlich als Eigentum der Domprobstei Cammin erwähnt. Bis
zu seinem Aufstieg zum Seebad galt es als kleines Dorf, das nur von einigen
Kolonisten bewohnt war, die sich von Fischfang und kümmerlicher Landwirtschaft
ernährten.
Zum Badeort wurde Misdroy zwischen 1830 und 1835. Von 1830 an zählte man
einzelne Badegäste. Ab 1835 entwickelte sich ein regelrechter Badebetrieb. Im
gleichen Jahre wurden die ersten Badehäuschen errichtet, allerdings für Frauen
und Männer getrennt, wie es damals in den deutschen Bädern üblich war. Wohlhabende
Berliner und Stettiner bauten sich hier Villen. Als
besondere Attraktion entstand 1885 der erste Seesteg, der 1906 auf 360m
verlängert wurde. 1913 zerstörte ihn eine Sturmflut. Er wurde erst 1921 wieder
erneuert. 1850 hatte Misdroy bereits 317 Einwohner und 500 Badegäste
aufzuweisen. Nach 1860 setzte ein rasches Wachstum des Ortes ein. Die Errichtung
einer Kirche auf der Königshöhe im Jahre 1862 ist dafür u. a. ein beredtes
Zeugnis. Ab 1870 wurde auch das Dünengelände im Westen des Ortes nach und nach
bebaut.
1869 verbesserte der Bau einer Schiffsanlegestelle für den direkten
Verkehr von und nach Stettin an der „Laatziger Ablage“, am großen Vietziger See,
die Erreichbarkeit des Ortes. Auch der Thronfolger und spätere deutsche Kaiser
Friedrich III. hatte hieran seine Verdienste. Er hatte sich im Jahre 1867 einige
Wochen mit seiner Familie in Misdroy erholt. Dank seiner Fürsprache wurde zwei
Jahre später am Vietziger See der erwähnte Anleger für Passagierschiffe für die
Direktverbindung Stettin – Misdroy - Swinemünde gebaut. Die dankbaren Einwohner
von Misdroy gaben darauf hin ihrer 1885 eröffneten Seebrücke, der ersten in der
Region, seinen Namen. Die Strecke „Laatziger Ablage“ – Misdroy überbrückten
Kutschen und später Kraftomnibusse. Von 1872 an ist Misdroy eines der führenden
deutschen Seebäder.
Nachdem 1899 eine Eisenbahnstrecke von Wollin nach Misdroy gebaut wurde,
stieg die Attraktivität des Ortes weiter. Nun konnte auch die
Eisenbahnverbindung Berlin – Ducherow – Swinemünde – Misdroy für die An- und
Abreise der Gäste genutzt werden.
1930 wurden 21.115 Badegäste gezählt. Die Zahl der Einwohner betrug 1939
4.145. Die im Osten Misdroys befindliche Hügelkette, wie z.B. der Kaffeeberg (68
m über dem Meeresspiegel), der Gosanberg (95 m) und der Greweberg (115 m) geben
dem Ort einen besonderen Schutz und sorgen für ein gutes Kurklima in raueren
Jahreszeiten.
Nach dem Krieg 1870/71 waren der damalige preußische Kronprinz mit seinem
Hofstaat, der Generalpostmeister Stephan sowie Professor Rudolf Virchow
prominente Gäste des Seebades. Und schließlich: Prinz Klaus von Amsberg, der
spätere Gemahl der holländischen Königin Beatrix, besuchte in den Jahren 1938
– 1942 in Misdroy die „Balten-Schule“, eine private Mittelschule. R.R.
Die Brücke ist verlängert worden,
damit wieder Ausflugsdampfer anlegen können.
Leider war
seinerzeit die Dampferlinie wieder eingestellt worden:
http://www.n-tv.de/341491.html
Zwischenzeitlich war ein Kompromiss gefunden worden: Die Adler-Schiffe fuhren
bis Swinemünde, dort konnte man umsteigen und mit einem anderen Schiff nach Misdroy gelangen.
Ab 26.09.2006 können die Schiffe von den Usedomer Bädern aus Misdroy direkt
anlaufen.
Im Oktober 2006 gab es einen
Zwischenfall. Polnische Zöllner wollten die "Adler-Dania" im polnischen
Hoheitsgebiet vor Swinemünde stoppen, das Schiff fuhr jedoch weiter.
Campingplätze in Misdroy: 1.Camping Gromada, ul. Gryfa Pomorskiego,
2.Camping Gromada, ul. Gryfa Pomorskiego. 3.Camping Darz Bor, ul. Gryfa
Pomorskiego. 4.Camping WSK PZL, ul. Gryfa Pomorskiego 71. 5.Camping Jantar, ul.
Gryfa Pomorskiego 75. 6. Camping ZNTK SA ul. Gryfa Pomorskiego 76. 7.Camping
SILO, ul. Gryfa Pomorskiego 77.
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Der Eingang der Seebrücke im Jahre 2006
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Unmittelbar bei Misdroy beginnt die Steilküste. Der Kaffeeberg und der 95m hohe Gosanberg ragen noch heraus. Jedes Jahr dringt die See 0.8m vor!
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Blick von Ahlbeck nach Misdroy
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Die neue Seebrücke ist eine der Attraktionen des Ortes. Hier kann man promenieren und sich den Wind um die Nase wehen lassen!
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Ein Schiff der Adler-Reederei hat an der Seebrücke fest gemacht. Die Linie über Swinemünde nach Misdroy ist beliebt.
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Im ehemaligen Kurhaus von Misdroy (die von der Gemeinde ausgebaute Lejeunesche Villa) erholte sich 1867 der spätere deutsche Kaiser Friedrich III.
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Der Jordansee (wenige Kilometer in Richtung Kolzow, links der Straße) gehört zu den Naturschönheiten des Ortes. Leider nicht immer zugänglich.
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Ein Adler-Shiff läuft die Seebrücke in Misdroy an. Die Schiffe verkehren im Sommer zwischen Bansin, Heringsdorf sowie Albeck und Misdroy.
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Blick auf die Kirche
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Der Kaffeberg bei Misdroy
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Im Eingangsbereich der Seebrücke befinden sich Läden und Gaststätten
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Die Promenade im Mai 2006
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Der Boulevard in Misdroy
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Die Promenade. Rechts im Bild das Wachsfigurenkabinett.
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